Unsere Geschichte

Wie aus einer wiederkehrenden Frage ein Programm wurde

Die Idee zu diesem Programm entstand nicht am Reißbrett, sondern in einer Reihe von Beratungsgesprächen. Über mehrere Jahre hinweg saßen in einer kleinen Praxis in Dresden immer wieder Menschen, die fachlich gut aufgestellt waren, aber an einer bestimmten Stelle im Gespräch ins Stocken gerieten: sobald es um die Lücke im Lebenslauf ging.

Manche entschuldigten sich fast für die Zeit der Elternzeit. Andere versuchten, die Monate der Pflege eines Angehörigen möglichst knapp abzuhandeln, aus Sorge, als weniger belastbar wahrgenommen zu werden. Wieder andere hatten eine gesundheitliche Auszeit genommen und wussten schlicht nicht, wie viel davon in ein Anschreiben gehört.

Vater mit Kleinkind auf dem Arm blickt aus einem hellen Büro nach draußen

Aus diesen Gesprächen entstand eine einfache Beobachtung. Es fehlte selten an Kompetenz. Es fehlte an einer Sprache für die eigene Geschichte, die im Bewerbungsprozess trägt. Genau daraus wurde 2022 die erste Fassung eines strukturierten Trainingsformats, das gemeinsam mit zwei Berufsberaterinnen und einer Personalerin weiterentwickelt wurde, die selbst nach einer Elternzeit in ihre Position zurückgekehrt war.

Aus einzelnen Beratungssitzungen wurde ein mehrstufiges Onlineprogramm mit festen Modulen, Kleingruppentraining und Übungssequenzen für reale Gesprächssituationen. Die Grundidee ist über die Jahre gleich geblieben: Die Lücke im Lebenslauf muss nicht verschwiegen oder überspielt werden. Sie braucht einen klaren, ruhigen Rahmen, in dem sie einen Platz findet.

Schreibtisch mit handschriftlichen Notizen und einem ausgedruckten Lebenslauf

Heute richtet sich das Programm an Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen: nach Elternzeit, nach Pflegezeit, nach einer gesundheitlichen Pause oder nach einer bewussten beruflichen Neuorientierung. Die Formate wurden bewusst online und in Kleingruppen gestaltet, damit Übung und Rückmeldung Raum bekommen, ohne dass daraus ein anonymer Massenkurs wird.

Das Team arbeitet weiterhin in kleinem Kreis, damit jede Gruppe persönlich begleitet werden kann. Diese Größe ist eine bewusste Entscheidung, keine Notlösung.

Neugierig, wie das Programm im Detail abläuft?

Im Bereich Teamtraining erfahren Sie, wie die Kleingruppenarbeit konkret gestaltet ist.

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